Die Binsen werden geschnitten und anschließend getrocknet.
Erst im trockenen Zustand werden die Gräser geflochten,
da die Matten sonst schimmeln würden. So entstehen
in Handarbeit Flechtwerke verschiedenster Größen,
je nachdem ob sie als Schlaf- oder Sitzunterlage verwendet
werden sollen.
Die Matten werden entweder gleich verwendet
oder mit Wollfäden verziert. Die farbenprächtigen
Muster werden ohne Vorlage aus dem Gedächtnis mit Nadel
und Faden auf dem gewebtem Mattenrohling in einer Art Kelim
Technik 'eingestickt'. Dazu werden die einzelnen Halme der Matte
mit verschiedenfärbiger Wolle umwickelt, bis die gewünschte
Verzierung komplett ist.
Grasmatten
Traditionellerweise schlafen
die Zulus auf diesen dünnen Grasmatten am Fußboden. Aber
auch beim Essen oder bei Bierzeremonien dienen kleinere Matten als
Unterlage.